DIE LINKE als Alternative zur FDP?

24.02.2008 – 14:03

Verfolgt man die aktuelle Entwicklung in Hessen (und die Kommentare auf bundespolitischer Ebene), fragt man sich, ob Teile von SPD und Grünen es mit dem Konsum von Cannabis (und Macht) in der Vergangenheit vielleicht doch etwas übertrieben haben.

Ohne knallrot zu werden und vor Scham in den Boden zu versinken, schielt die SPD in ihrer unbegrenzten Machtgeilheit einerseits unverhohlen nach links außen - und fordert im selben Atemzug die FDP zu einer Zusammenarbeit auf. Während man bei der SPD ja manchmal nicht so ganz weiß, was sie will, sind sowohl DIE LINKE als auch die FDP programmatisch klar positioniert.

Selbst der größte Polit-Ignorant weiß, dass die Schnittmenge zwischen Linkspartei und FDP im Sinne der Mengenlehre eine leere Menge ist. Da, wo die FDP auf Freiheit setzt, will DIE LINKE maximale Eingriffe des Staates - nicht nur in wirtschaftlichen Bereichen, sondern in allem, wo der Mensch nach linkem Credo zu seinem “Glück” gezwungen werden muss.

Nun hat ja auch der eine oder andere SPD-Politiker Abitur oder sogar einen Studienabschluss. Die gravierenden Unterschiede zwischen den Positionen von FDP und LINKE dürften also ebenso bekannt sein wie das hohe Maß an Übereinstimmung des Programm der Linkspartei mit den Positionen der (hessischen) SPD. Das lässt im Grunde nur einen Schluss zu:

Die SPD selbst hält eine Koalition mit der FDP in Hessen für praktisch ausgeschlossen - und taktiert hier nur, um am Ende einen Sündenbock dafür zu haben, dass sie leider und aus Gründen der Staatsräson nicht anders konnte, als sich von der Linkspartei wählen zu lassen.

Irritierend dabei ist lediglich, dass die Medien mit diesem dummdreisten Manöver der SPD vergleichsweise zimperlich umgehen. Ich warte noch immer auf deutliche Berichte und Kommentare, die dieses Ablenkungsmanöver der SPD als solches enttarnen.

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